Das kleine WIR: Wie aus einem „Du und Ich“ ein echtes Team wird

In unserer pädagogischen Arbeit stolpern wir immer wieder über eine ganz zentrale Frage: Wie erklären wir Kindern eigentlich, was Gemeinschaft bedeutet? Gefühle sind oft abstrakt, doch dank Daniela Kunkels Buch „Das kleine WIR“ haben wir jetzt einen flauschigen Verbündeten in der Gruppe.
Wer ist eigentlich dieses WIR?
Das WIR ist ein kleines, grünes Wesen mit Herzchen an den Füßen. Es ist kein Monster, sondern eine Metapher für alles, was uns verbindet. Es wohnt dort, wo Menschen sich mögen, gemeinsam lachen und füreinander da sind.
Wenn das WIR die Farbe verliert
Das Besondere an dieser Geschichte ist, dass sie auch die schwierigen Momente nicht ausklammert. Die Kinder lernen:
- Worte haben Macht: Durch Streit und böse Worte wird das WIR plötzlich ganz klein, grau und schwach. Es versteckt sich, wenn wir uns nicht mehr gut verstehen.
- Gefühle sichtbar machen: Das Bild des schrumpfenden WIR hilft Kindern enorm dabei, zu verstehen, warum sie sich nach einem Streit so „leer“ oder traurig fühlen.

Die Kunst der Versöhnung
Das Buch zeigt auf berührende Weise, dass man ein WIR nicht einfach im Laden kaufen kann. Man muss es pflegen! Durch kleine Gesten, ein ehrliches „Entschuldigung“ und gegenseitiges Zuhören locken wir das WIR wieder aus seinem Versteck, bis es wieder groß, stark und leuchtend grün ist.
„Das kleine WIR“ ist für uns mehr als nur eine Vorlesegeschichte. Es ist ein täglicher Begleiter geworden, der uns hilft, Empathie und Konfliktlösung spielerisch zu üben. Denn am Ende wissen wir alle: Zusammen ist man weniger allein!



