Wie fördern wir die Kinder?

Als Grundlage der Arbeit mit den Kindern wird zu Beginn des Aufenthaltes in einer schulvorbereitenden Einrichtung (SVE) eine genaue Diagnose, die alle Entwicklungsbereiche umfasst, erstellt. Daraufhin wird für jedes Kind ein individueller Förderplan erarbeitet.

Die Arbeit mit dem Kind findet in intensiver Einzelarbeit aber auch in der gemeinsamen Gruppenarbeit statt. In der täglichen Arbeit hat die Förder- und Verlaufsdiagnostik in der Einzelsituation einen großen Stellenwert, um die individuelle Förderung stetig zu optimieren.

Der Grundsatz „Stärken stärken, Schwächen schwächen“ wird individuell umgesetzt. Somit werden den Kindern Erfolgserlebnisse vermittelt, die sie sozial wie emotional stärken und somit auch wieder neue Lernanreize schaffen. Dieser ganzheitliche Blick auf das Kind entspricht der pädagogischen und heilpädagogischen Arbeit in den schulvorbereitenden Einrichtungen.

Viele unserer Methoden und Übungen sind ganzheitlich, unterstützen sich gegenseitig. Motorik und Sprache gehören zum Beispiel in der Entwicklung eng zusammen. So arbeiten unsere schulvorbereitenden Einrichtungen in der Bewegungsschulung unter anderem mit dem Umsetzen akustischer Reize, singen und klatschen. Sprache, Rhythmus, Melodie und Bewegung wirken hier eng zusammen.

Die spielerische und kindgerechte Vermittlung steht im Mittelpunkt der Arbeit.

Beispiele für Förderungen im Vorschulalter

  • Sprechzeichnen bietet eine gute Grundlage für das spätere Schreibenlernen. Die Kinder fahren mit dem Stift rhythmische Formen nach, sprechen passende kleine Texte im Takt. Sprache, Bewegung, Atem kommen in Fluss, Körper- und Bewegungsgefühl sowie die Konzentrationsfähigkeit werden gestärkt. Diese Übungen helfen besonders Kindern, die Silben verschlucken, undeutlich oder verwaschen sprechen, Silben oder Wortteile verschlucken oder stottern, denn sie verführen geradezu dazu, gut gegliedert und betont zu sprechen.
  • Die Mengenerfahrung bis zehn wird durch Satzmuster, Nachklatschen, taktile Mengenerfahrung und visuelle Veranschaulichung unterstützt. Hier arbeiten wir häufig auch mit Montessori-Materialien. Grobmotorische Übungen zwischendurch lockern das Lernen auf.
  • Regelmässig lernen die Kinder unter Anleitung sich zunehmend sicher in größeren Räumen zu bewegen, beispielsweise mit Hilfe von Bewegungsparcours. Das ist besonders für Kinder mit Problemen in der Raum-Lage-Wahrnehmung wichtig.
  • Sensorische Intergrationstherapie: Bei Übungen in einer schaukelnden Hängematte, kombiniert beispielsweise mit dem Aufsammeln von Gegenständen, verbessern Kindern ihre Geschicklichkeit und Koordination.